Immobilien, Wohnungen und Häuser

MARKTMONITOR IMMOBILIEN

Energieeffizienz als Vermarktungsfaktor

Zwar sehen viele Makler nach wie vor einen Vorteil in der Sanierung von Immobilien hinsichtlich der Vermarktung. Sowohl Kauf- als auch Mietimmobilien lassen sich ihren Angaben zufolge einfacher oder schneller vermarkten oder erzielen einen höheren Preis, wenn das Objekt zeitgemäß instandgesetzt ist. Doch die Zahl der Skeptiker nimmt seit Jahren zu.

Der Grund: solche Maßnahmen rentieren sich oftmals nicht und mit steigenden Anforderungen an die Umsetzung von Sanierungsmaßnahmen, die in der Energieeinsparverordnung (EnEV) formuliert werden rentieren sie sich immer seltener. In einem Marktumfeld mit niedriger Nachfrage und hohen Leerständen lassen sich schlicht keine maßgeblich höheren Preise durchsetzen. Dort, wo hohe Nachfrage und niedriger Leerstand herrscht, gibt es relevantere Merkmale für Kauf- und Mietinteressenten als ein energetisch topaktueller Objektzustand.

Diese Entwicklung schlägt sich auch im Empfehlungsverhalten der Makler für Investitionen vor der Vermarktung nieder. Sofern diese keinen wesentlichen Einfluss auf die Rentabilität der Maßnahmen haben, gibt es für viele Makler keinen Grund zu sanieren. Immobilienprofis empfehlen ihren Kunden in erster Linie solche Maßnahmen, zu denen Eigentümer durch die EnEV verpflichtet werden.